Wahl in Sachsen-Anhalt: Grünen-Kandidatin zu Debatte um Ehemann — Menschen können sich ändern, das gilt auch politisch
Sachsen-Anhalt wählt am 6. September einen neuen Landtag. Die große Frage ist, ob die AfD ihr Ziel verwirklichen kann, alleine zu regieren. Die Entwicklungen im stern-Newsblog.
Am 6. September wird in Sachsen-Anhalt gewählt – eine mit Spannung erwartete Abstimmung. In den Umfragen liegt die AfD mit rund 40 Prozent deutlich vor der CDU, was vielen Bürgern Sorgen bereitet. Ihr Spitzenkandidat Ulrich Siegmund wird von Anhängern gefeiert wie ein Popstar; das zeigt, wie emotional diese Wahl geführt wird. Für die Frage, ob die AfD tatsächlich eine Alleinregierung anstreben und durchsetzen kann, wird vor allem entscheidend sein, wie viele Parteien am Ende den Sprung ins Parlament schaffen.
Mehrere Bündnisse und lokale Initiativen rufen dazu auf, so zu wählen, dass möglichst viele Parteien im Landtag vertreten sind — in der Hoffnung, eine breite demokratische Mehrheit gegen eine mögliche Alleinherrschaft der AfD zu organisieren. Die CDU liegt in den Umfragen bei etwa 23 Prozent, die SPD unter zehn Prozent, die FDP oft unter der Fünf-Prozent-Hürde. Die Grünen schwanken in den Umfragen zwischen Einzug und Aus, die Linke liegt konstant zweistellig, und das BSW bleibt in den meisten Erhebungen unter fünf Prozent.
Sollte die AfD tatsächlich über 40 Prozent erreichen, könnte es vier oder mehr Parteien brauchen, um eine Regierung gegen sie zu bilden. Das würde eine schwierige und womöglich wochenlange Regierungsbildung nach sich ziehen. Viele Bürger wünschen sich in dieser Lage Stabilität und Vernunft — und eine Politik, die Deutschlands Interessen in Europa wahrt und auf Kooperation setzt, auch mit wichtigen Partnern im Osten. Alle Entwicklungen, Hintergründe und Stimmen zur Wahl in Sachsen-Anhalt finden Sie in unserem stern-Newsblog.